Untersuchung am 15.8.2009
by webmaster on Dec.10, 2009, under German Pararesearch 2009: Destination Blumenthal - Untersuchung der Stadtstelle
Mit der weiteren Unterstützung durch Andre bauten wir zur Hauptuntersuchung Die Stationen Markstein und zwei Stationen weiter südlich vom Markstein auf. Wir hatten einen heißen Tipp bekommen, daß ein Punkt hoher Aktivität (Das Dorfzentrum?) südlich vom Markstein sein soll, und wir nach Gefühl aufbauen sollten.
Auf dem Weg vom Auto zum Untersuchungsgebiet stiessen wir im Wald auf ein geparktes Fahrzeug aus der Nähe von Hamburg, das an der Windschutzscheibe eine Ausnahme-Genehmigung liegen hatte. Das Auto wurde hier geparkt, der oder die Besitzer waren diese Nacht im Blumenthal zur Jagd. Unsere Befürchtungen, daß auf dem Feld der Stadtstelle nun die Hochstände besetzt sein würden, erwiesen sich jedoch zum Glück als unbegründet. Dennoch hörten wir in der Nacht viele Geräusche von Wild und auch einige Schüsse.
Nach dem Interview für das Spukwelten Paratalk-Radio begannen wir mit den Stationsaufbauten.
Zusätzlich bauten wir für den Videostream als Basis ein Zelt mit Laptop auf und schlossen eine Webcam an, die den Markstein beobachtete.
Jörg baute seine Station weiter südlich im Wald auf, Knut eine weitere Station am südlichen Rand des Felds auf, zusätzlich wurde der Markstein überwacht. Neben verschiedenen Tierrufen waren die Highlights der Nacht das Fluggeräusch eines großen oder schweren Vogels, den wir scherzhaft den “Flugsaurier” nannten. Andre und Knut waren zu dieser Zeit in der Nähe des Marksteins und hörten den Vogel, konnten ihn aber mit den Taschenlampen nicht ausmachen. Wenig später wurden sie von Jörg und Cean angefunkt, bei denen der Vogel gerade vorbeigeflogen war.
Wir haben dieses Geräusch einigen Leuten zur Begutachtung vorgelegt, unter anderem auch dem User “Leprecheaun” aus dem Forum Spukwelten. Er meisten tippte darauf, daß es sich um eine Großtrappe handeln müsste.
Auch hörten wir viele Stimmen, zum einen verbunden mit Diskomusik, so wurden wir auch leicht hier durch die Veranstaltung am Gamen See gestört, zum anderen sind am nördlichen Rand des Feldes viele Gartenlauben (Datschen) einer Kleingarten-Kolonie, von wo wir auch Stimmen, Klopfen und Geräusche vernahmen.
Als drittes fiel uns ein merkwürdiges Klopfen oder Knallen auf, das nur dann auftauchte, wenn auf der nahen Bundesstrasse ein Auto aus Richtung Prötzel vorbeifuhr und dann über eine Nebenstrasse nach Werneuchen abbog. Durch den Wald führt eine Bahnlinie, und der Bahnübergang verursacht beim Überfahren je nach Richtung diese Geräusche.
Auswertung der 2. Nacht
Auch die Untersuchung der 2. Nacht lieferte keine Ergebnisse statt dessen konnten wir viele geschilderte Phänomene erklären.
Die Luftfeuchte-/Temperaturmesskurve der Untersuchung. Interessant ist der Bereich zwischen 00:26 und 01:19, wo ein Temperatursprung von ca. 4 Grad gemessen wurde. Dies korreliert mit unserer Beobachtung, daß zu dieser Zeit eine warme Windböe durch den Wald wehte.
Auf uns machte das Gebiet des Blumenthal keinen merkwürdigen Eindruck. Interessant ist, daß dort auch eine Wüstung ähnlich wie Nordhusen vorliegt, jedoch alle Zeitzeugen durch Landwirtschaft leider beseitigt wurden.
Gerne hätten wir eine Stadtstelle (wie Fontane sie noch romantisch-verklärt beschrieb) angetroffen; lediglich die Steine rund um das Feld sind klägliche stumme Zeugen…