Paranormal Nord

Bericht der Userin Marisa über ihre Erfahrungen im Blumenthal

by on Oct.09, 2009, under German Pararesearch 2009: Destination Blumenthal - Hintergrund-Informationen

Ich hatte vor einigen Jahren einen Bericht darüber in der Tageszeitung gelesen, in dem zu lesen war, dass der Sage nach im Jahre 1348 die Pest zahlreiche Bewohner hinweg gerafft haben soll. 1398 kamen erst die Pommern, dann 1430 die Hussiten mit Mord und Totschlag.

Von dem Städtchen blieben wohl nur ein paar Steine übrig, die von den umliegenden Dörfern nach und nach für ihre Bauten abgetragen wurden.

Seitdem erzählt man sich, dass mancher Wanderer oder Pilzsammler Opfer plötzlicher Visionen werden. So höre und sehe man das bunte Treiben auf einem mittelalterlichen Marktplatz, das Läuten von Kirchenglocken und im Winter sogar seltsame Spuren im Schnee.

Als Familienausflug getarnt machte ich mich eines Tages mit meiner Familie auf den Weg dorthin. Niemand außer mir wusste von den angeblichen Treiben auf diesem Flecken.
Meinem Sohn (der damals 10 Jahre alt war) und mir fiel als erstes das Fehlen jeglichen Vogelgesanges auf. Etwa zwei Minuten später hörten wir alle ein ziemlich lautes metallisches Klonk, das sich am ehesten mit dem Geräusch eines Schmiedehammers auf einen Amboss vergleichen lässt. Als dieses Geräusch ertönte, waren wir alle drei etwa 3-4 Meter von einander entfernt und jeder trottete so für sich durch das dichte Laub am Boden. Bei diesem Klonk schauten wir alle in die Richtung aus der das Geräusch kam und ich kann mich nicht ganz genau daran erinnern, dass ich dachte: „ Das muss da hinter dem Zaun gewesen sein!“ Nur….da war kein Zaun! Diese Tatsache irritierte mich, da auch mein Sohn der Meinung war, dass dort ein Zaun sein müsste, hinter dem dieses Geräusch entstanden war. Wir hatten beide bildlich einen Zaun aus Stroh oder Zweigen im Kopf.

Bei unseren zweiten Besuch an diesem Ort, hatten wir einen nigelnagelneuen Kompass dabei, der dort seinen Dienst verweigerte. Die Nadel klemmte und ließ sich weder durch Schütteln, oder durch Klopfen wieder lösen. Erst zu Hause, als das Ding aus der Tasche genommen wurde, funktionierte er wieder tadellos.

Als wir zum dritten Mal dort waren, hatten wir einen digitalen Fotoapparat, besagten Kompass und ein Fotohandy dabei. Schon nach kurzer Zeit, hatten sich die Batterien meiner Kamera restlos entladen, sodass mein Sohn mit seinem Handy die Aufnahmen machen musste. Dabei gelang ihm eine beeindruckende Aufnahme von einem schaurigen Quietschen, dass die unwirkliche Stille dieses Waldes durchschnitt.

Mittlerweile sind wir uns zu 99% sicher, dass dieses Geräusch von dem Bäumen stammt, die durch den Wind aneinander reiben.

Wir überquerten dann irgendwann die besagte Strasse um uns auf die Suche nach dem See mit dem geheimnisvollen Koffer zu machen. Ich hatte bei Google Earth gesehen, dass dieser See etwas Nordöstlich von uns sein müsste, und fragte wieder einmal meinen Sohn: „Was sagt der Kompass?“ Überraschende Antwort: „Der rührt sich nicht!“
Die Nadel bewegte sich mal wieder kein Stück. Alles Klopfen und Schütteln brachte nichts. Also sind wir auf gut Glück weiter gezogen. Nach gut 50 Metern spielte auch der Kompass wieder mit. (Vielleicht befindet sich dort ein magnetisches Feld? Sollte mal jemand nachmessen, der Ahnung davon hat!) Ich möchte die Geschichte jetzt nicht noch unnötig verlängern. Wir fanden den See, aber natürlich nicht den sagenumwobene Koffer. Mein Sohn machte noch Fotos mit dem Handy und auch in diesem Waldstück war das Fehlen jeglicher Vögel auffällig. Nicht mal Enten oder Schwäne waren auf dem recht idyllischen See.

Von Zeit zu Zeit ertönten komische Geräusche und wir hatten ständig so ein komisches Gefühl….
Ich weiß nicht was in diesem Waldstück los ist, wir fühlten uns auch nicht bedroht oder so was, aber es herrscht dort eine ganz eigenartige Atmosphäre.


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